Die Nachfrage regelt das Angebot


Die Menge Ihrer Milch ist abhängig von der Nachfrage. Je mehr Milch Ihr Kind aus der Brust trinkt, umso mehr Milch wird auch wieder nachgebildet. Umgekehrt gilt: Trinkt das Baby weniger, geht die Milchmenge zurück. Wenn Sie Ihr gesundes und reif geborenes Kind also so oft anlegen und so lange trinken lassen, wie es möchte, wird in der Regel ausreichend Milch vorhanden sein. Sie werden beobachten, dass Sie sich kaum auf eine Art „Rhythmus“ einstellen können. Das ist auch nicht nötig. Ihr Baby trinkt nach seinem individuellen Bedarf. Vielleicht ist es an manchen Tagen unruhiger, verlangt ganz oft nach der Brust und scheint mehr Milch zu brauchen. Durch dieses häufige Trinken regt es die Milchbildung an und nach einigen Tagen intensiveren Stillens wird sich die Milchmenge wieder angepasst haben.

Vielleicht hören Sie, dass Sie besondere Tees oder Nahrungsmittel zu sich nehmen oder besonders viel trinken müssten. Für keine dieser Maßnahmen lässt sich eine milchbildende Wirkung nachweisen. Auch Stillöl wirkt nicht milchbildend. Es reicht aus, wenn Sie ganz entspannt nach Durstgefühl trinken und sich ausreichend ernähren. Ihre Milchmenge wird in erster Linie über das Trinkverhalten Ihres Kindes, die Häufigkeit des Anlegens und das Hormonsystem Ihres Körpers reguliert.

Es kann vorkommen, dass eine Frau trotz aller Bemühungen nicht genügend Milch bildet oder unsicher ist, ob die Milchmenge ausreicht. Eine zu geringe Milchbildung kann organi¬sche oder gesundheitliche Ursachen haben oder z.B. auch am Saugverhalten des Kindes liegen. Wichtig ist eine genaue Diagnostik, um je nach Ursache die beste Lösung zu finden. Kontaktieren Sie ohne Scheu frühzeitig eine Stillberaterin, wenn Sie sich rückversichern wollen. Sie wird Ihnen helfen, nach Ursachen zu suchen und eine individuelle Lösung zu finden.

Hier erfahren Sie Näheres zur Milchbildung: So fließt reichlich Muttermilch